Freundinnen

18. Februar - 16. September 2018

Frauenmuseum Bonn

Stricoff Galery New York

 

Freundschaft ist Freundschaft ist Freundschaft ist Freundschaft ist Seelenverwandtschaft.

 

Gertrude Stein –eine gewichtige, unförmige Frau mit seltsamer Kleidung.  Stark exzentrisch, kraftvolle Urtümlichkeit.  Sie gehörte mit ihrer extrovertierten Art zu den Kulturfiguren der Kunst- und Literaturzene ihrer Zeit.

 

Wenn ich Gertrude mit einem Schuh vergleichen würde, dann wäre sie ein aus dickem, festem Leder gefertigter Schuh der schwarz „unförmig“, standfest und ohne Schnickschnack wäre.

 

Alice B. Toklas – dagegen dünn wie der Stängel der Kartoffelpflanze, doch nährend und befruchtend in der Beziehung. Wachsam,  klug, eine Frau die mir mit ihrem verfassten Kochbuch:  „Kochen für Gertrude Stein“, gezeigt hat, wer Alice war. Eine bescheidene Berühmtheit, die wie die Kartoffelpflanze aus einer Kartoffel viele Gerichte macht.

 

Liest man die Autobiographie von Alice B. Toklas, geschrieben von Gertrude Stein, verzichtet Gertrude auf ihren Tautologisch geprägten Stil. Die Symbiose zwischen beiden ist immer spürbar. Gertrude wollte den Kubismus der abstrakten Malerei in die Literatur übersetzen.

 

Hier verzichtet Gertude auf diese Schreibweise und hat endlich nach 20 Jahren  Erfolg.

 

Sind die Freundinnen eine Einheit die gebietet aus dem Abstrakten in den buchstäblichen Sinn zu wechseln?

 

Freundinnen – Schuh und Kartoffelpflanze bilden hier eine Einheit. Verschmelzen, geben Schutz und Wachstum.

 

Freundschaft ist Freundschaft ist Leben ist Leben ist Leben ist Liebe ist Liebe ist Liebe ist Sein.

 

Text: Biggi Slongo

 

 

Anmerkung von Autobiograph John Malcolm Brinnin 1961

 

Die „Autobiographie „ der Alice B.Toklas – „Dies ist die Autobiographie von zweien. Aber welche von beiden es ist, weiss keiner von beiden die es sind.“

 

„Wenn Sie dies lesen, dann ist sie ich gewesen.“